Pragfahrt 2011

(von Johanna Hartwig, Lisa-Marie Kittelmann und Alena Preus)

Am Montag, den 22. August, starteten wir um 9 Uhr mit dem Bus in Richtung Prag. Auf uns warteten sieben Stunden Busfahrt bei brütender Hitze. Petrus meinte es offensichtlich gut mit uns, wenn vielleicht auch etwas zu gut. Endlich angekommen bahnten wir uns erleichtert unseren Weg in das Hotel „Beranek" in der Nähe des Wenzelsplatzes. Mutig hievten wir die Koffer aus dem Bus direkt auf eine Hauptverkehrsstraße und - vor der Tram flüchtend - ins Hotel. Erst einmal in Sicherheit standen wir uns nun mit 95 Leuten in der Hotellobby gegenseitig auf den Füßen und versuchten, uns in den kleinen Aufzug zu zwängen. Nachdem auch der Letzte auf sein Zimmer gefunden hatte, machten wir uns zusammen auf den Weg zu einer ersten Stadterkundung; unser Ziel: die Traditionsbrauerei „u fleku".

Der nächste Morgen startete mit einer Führung durch die Altstadt. Hierbei standen nicht nur historische Gebäude im Vordergrund, sondern auch persönliche Empfehlungen wie zum Beispiel die beste Eisdiele der Stadt, der Markt oder eine Möglichkeit, günstig Wasser zu kaufen. Nun nicht mehr ganz so orientierungslos kehrten wir zurück ins Hotel, um erst einmal zu duschen. Bei täglich mindestens 30°C und keinem Wölkchen am Himmel stieg der Wasserverbrauch im Hotel in den nächsten Tagen rapide an. Nachmittags bestand die Gelegenheit, einen Ausflug zum Schloss Melnik mit anschließender Weinprobe zu machen oder aber den restlichen Tag selbst zu gestalten. Den Abend ließ der Großteil des Jahrgangs in einer Bar am Wenzelsplatz ausklingen.

Am Mittwochmorgen machten wir eine weitere Stadtführung, dieses Mal durch das jüdische Viertel, und besichtigten zwei Synagogen und einen alten jüdischen Friedhof. Anschließend konnten wir ein Museum besuchen oder eine Tour auf den Spuren von Kafka wahrnehmen. Doch aufgrund der Hitze war dieses Kulturangebot freiwillig. Abends ging es dann noch zum Essen ins Hardrock-Café, wobei es auf dem Rückweg ins Hotel zu ärgerlichen Zwischenfällen mit der kleinkarierten Polizei kam. Diese war leider nicht bereit, beim Überschreiten einer roten Ampel ein Auge zuzudrücken und so war die Hälfte des Jahrgangs noch an diesem Abend 200 Kronen ärmer.

Am nächsten Tag war ein Ausflug ins „Böhmische Paradies" geplant. Dort konnten wir uns bei einer Mountainbike-Tour, beim Felsenklettern oder Bogenschießen auspowern. Andere genossen eine VIP-Tour mit Frau Pirch-Vogt auf den Laurenziberg mit herrlichem Ausblick auf die Stadt.

Am Freitagmorgen fuhren wir mit der Straßenbahn zur Prager Burg. Zwar mussten wir ausnahmsweise nicht laufen, doch waren wir nicht auf die große Anzahl an Treppenstufen gefasst. Endlich oben angekommen hatten wir genügend Zeit, das Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Besonders beeindruckend waren der Veitsdom und das Goldene Gässchen, in dem man einen Eindruck vom früheren Leben dort erhalten konnte. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, wobei sich einige für eine Schifffahrt auf der Moldau entschieden. Am letzten Abend wurde noch einmal ausgiebig gefeiert und am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück in das kalte, verregnete Deutschland.

Alles in allem haben wir zusammen eine wunderschöne Woche in Prag verbracht.


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